Aussagen und beispiele von Gelehrten über takfir






بسم الله الرحمن الرحيم


Sehr viele Menschen bezeichnen uns als Takfiri oder als Hawaridsch; sie sagen, wir würden Muslime als Kafir verurteilen. Diese Menschen, die uns so bezeichnen haben allerdings keine Beweise. Wir wissen, wie schlimm es ist, zu einem Muslim Kafir zu sagen. Allah bewahre uns davor. Amin. Aber es ist genauso schlimm, wenn nicht sogar noch schlimmer, zu einem Kafir Muslim zu sagen. Allah möge uns auch davor bewahren. Amin.

Takfir über die Kuffar zu sprechen ist eine Ibada; und deshalb sprechen wir Takfir über diejenigen, die Allah (swt) als Kafir bezeichnet hat. Viele Menschen, auch sogenannte Gelehrte, bezeichnen uns deswegen als Takfiri.
Wie urteilen diese Menschen, die uns als Takfiri bezeichnen über die Ulama? Was sagen diese Schein- Gelehrten zu Gelehrten wie Ibn Taymiyya, Ibn Qayyim, Ibn Hadschar, Imam Qurtubi usw.?

Sagen sie über diese Führer der Rechtleitung, über diese Imame auch, dass sie Takfiri sind?
Wir werden hier inschaallah Aussagen der Gelehrten bringen, die die Aqida dieser Imame darstellen.
Wir werden inschaallah Beispiele bringen, die beweisen, dass diese Gelehrten Takfir machten, über wen diese Gelehrte Takfir sprachen und warum diese Gelehrten Takfir sprachen.

Es wird vielleicht vielen Menschen, vor allem denjenigen, die sich selbst als Salaf bezeichnen, fremd sein; aber die Schein-Gelehrten haben den Menschen dieses Thema vorenthalten und mit haltlosen Aussagen wie: 'Takfir ist eine Angelegenheit für Gelehrte. Nur für Gelehrte.' haben sie sich ein Monopol angeeignet und versuchen so über die Din zu bestimmen wie sie wollen. Da sie ihren Anhaengern dieses Thema mehr oder weniger verbieten, bilden sich diese Anhaenger keine eigenen Meinungen und sind somit Marionetten dieser Schein-Gelehrten.
Inschaallah werden Menschen, die nach dem Haqq suchen die Wahrheit erkennen und sich vom Batil abwenden. Inschaallah werden diejenigen, die nach dem Haqq suchen erkennen, dass Takfir zu der Grundlage des Islam gehört.




Beispiele zu Takfir bei Ibn Qayyim

Ibn Qayyimsagte:
„Wenn allein das Erheben der Stimme über die Stimme des Gesandten Allahs (sas) alle Taten zu Nichte macht, wie ist es dann mit denen, die ihre Ansichten, Meinungen, Gelüsten, Politik und ihr Wissen über die Sachen stellen, die der Gesandte Allahs (sas) brachte? Haben diese es nicht mehr verdient, dass ihre Taten verloren gehen?“ 
(Alamu’l Muwakkiin Band: 1, S. 51)


Ibn Qayyimsagte:
„Islam ist; Allah (swt) zu vereinheitlichen, nur Ihm zu dienen, Ihm nichts bei zugesellen, an Ihm und an Seinen Gesandten zu glauben, sowie das zu befolgen, was der Prophet (sas) überbracht hat. Ein Diener, der diese nicht erfüllt, ist kein Muslim. Falls er kein trotziger Kafir ist (d.h. der bewusst leugnet), so ist er ein unwissender Kafir. Jene, die unter die Gruppe der Unwissenden fallen, begehen Kufr aufgrund ihrer Ignoranz, obwohl sie selbst der Wahrheit nicht trotzen. Doch ihr Mangel an Trotz hat sie nicht davor bewahrt Kufr zu begehen. Denn der Kafir ist jemand, der Allahs Tawhid und Seinen Gesandten leugnet, sei es aus Trotz, aus Unwissenheit oder mit der blinden Befolgung von diesen. Es ist für den Diener Pflicht daran zu glauben, dass diejenigen, die nicht der islamischen Religion angehören, Kuffar sind. Zweifellos wird Allah (swt) am Tage des Gerichts niemanden bestrafen ohne zuvor einen klaren Beweis durch die Gesandten darzulegen. Dies jedenfalls entspricht dem allgemein angenommenen Urteil.

Die Entscheidung darüber, wer am Tage des Gerichts einen klaren Beweis erhalten bzw. nicht erhalten wird, liegt einzig bei Allah (swt). Die Peinigung und die Belohnung hängen von dieser Entscheidung ab. Doch auf der Welt wird nur nach dem Äußeren geurteilt. Aus diesem Grund sind die Kinder der Kuffar und Verstandlosen auf der Welt für uns Ungläubige. Denn sie bekommen das Urteil ihrer Verantwortlichen.“  (Tariqu’l Hidschratayn Band: 17, S. 382)




Beispiele zu Takfir bei den Ulama des Nadschd

Muhammad ibn Abdul Wahhab sagte:
Die Fundamente und Prinzipien der Din Islam beinhalten zwei Sachen:

Erstens: Befehlen zur alleinigen Anbetung Allahs (swt) ohne Ihm (swt) Partner zur Seite zu stellen, dazu aufzurufen, dafür zu kaempfen\ deswegen Freundschaft zu schliessen und Takfir über diejenigen sprechen, die dies verlassen.

Zweitens: Abkehrung vom Schirk in der Ibada zu Allah (swt) und davor zu warnen, ernsthaft streng dagegen zu sein, feindlich gegen den Schirk zu sein und Takfir zu machen über jeden, der so etwas (Schirk) begeht.
(Imam Muhammad Ibn Abdul Wahab - Ad-Durar As-Saniyya 2/203)


Scheikh Abu Batin gab denjenigen, die zu ihm sagten: „Ihr bezeichnet die Muslime als Kafir” folgende Antwort:
„Derjenige, der über uns sagt „Ihr bezeichnet die Muslime als Kafir“ kennt weder den Islam noch den Tawhid. Aus diesen Worten versteht man, dass sein Islam nicht korrekt ist. Denn er lehnt den Schirk der heutigen Muschrikin nicht ab und sieht ihre Taten nicht als Schirk an, welches den Tawhid zu Nichte macht. Jemand, der sich auf so einem Standpunkt befindet ist kein Muslim.“  (Madschmuatu’r-Resail; Band: 1, Teil: 3, S. 655)


Abdullatif b. Al-Hafid berichtete, dass die Gelehrten einen Konsens in der Angelegenheit getroffen hatten, dass diejenigen, die Schirk begehen, obwohl sie das Glaubensbekenntnis sprechen, nicht in den Islam eingetreten sind. (Al Minhadsch S.10; Fatawa al-Ummetu’n-Nadschdiya Band:3, S. 93)


Scheikh Abdullatif bin Abdurrahman erklärte die Worte Ibn Taymiyyas wie folgt:
„Ibn Taymiyya hat in seinen Büchern an verschiedenen Stellen erklärt, dass derjenige, der den Tawhid und den Iman zerstörende und der Gesandtschaft des Propheten (sas) zuwiderhandelnde Taten ausübt ein Kafir ist; dass wenn er zur Reue aufgefordert wurde und er nicht reuig umkehrt, getötet werden muss und dass hierbei die Unwissenheit nicht als Entschuldigung akzeptiert wird.“
(Minhadsch’at-Tasis, S. 101; Ad-Duraru’s-Saniya, Band: 10, S. 432-433)


Nachdem Imam Abu Batin die Worte Ibn Taymiyyas zitierte, sagte er:
„Jemand, der Schirk begeht wird unbedingt zu einem Muschrik. Er wird zur Reue gerufen. Wenn er keine Reue zeigt, wird er getötet. Ibn Taymiyya erklärte in vielen Themen, dass, wenn jemand irgendeine Art des Schirk begeht ein Muschrik wird und dass die Gelehrten zu diesem Thema einen Konsens trafen. Als Ibn Taymiyya das Urteil des Muschrik gab, machte er keinen Unterschied zwischen dem, der bewusst Schirk begeht und dem, der dies unbewusst tut.   (Al-Intisaru li-Hizbillahi l-Muwahhidin)


Muhammad b. Abdul Wahhab zaehlte bei den vernichtenden Faktoren als dritten Punkt folgendes auf:
Der dritte Faktor

Drittens: Wer auch immer die Polytheisten nicht als Ungläubige betrachtet, nicht Takfir über sie macht oder an ihrem Unglauben zweifelt, oder ihre Wege und Glaubensformen als richtig ansieht, der hat (selber) Unglauben begangen. (Muhammad bin Abdul Wahhab; Nawaqid ul Islam)


Scheikh Abdullah b. Abdullatif wurde folgende Frage gestellt:
'Kann jemand die Flagge eines Kafir-Staates auf seinem Schiff hissen, damit dieser Staat dieses Schiff nicht überfaellt oder den weg abschneidet?'

Der Scheikh antwortete auf diese Frage:
'In die Reihen der Kuffar zu gehen und ihre Befehle zu befolgen heisst, sich vom Islam abzuwenden. Jedoch selbst wenn ihre Befehle nicht befolgte werden, ist es nicht erlaubt, ihre Flaggen zu hissen. Dies ist nicht dasselbe, wie einen Waechter von ihnen zu mieten um den Besitz zu bewachen. Ihre Flaggen auf den Schiffen zu hissen ist ein aeusseres Anzeichen, dass die Kuffar und ihre Befehle befolgt werden, dass man sich in ihren Reihen befindet.'
(Ad Durar us Saniya, Kapitel über Murtad)


Scheikh Abdullah b. Abdullatif sagte über die Staaten, die sich mit England verbünden folgendes:
'Wer den Englaendern gehorcht und ihnen Freundschaft entgegenbringt, der hat Allah (swt) und Seinem Gesandten (sas) den Krieg erklaert, er ist aus dem Volk des Islam herausgetreten und er hat Irtidat begangen. (Er ist Murtad geworden.)'  (Ad Durar us Saniya, Kapitel über Dschihad)


Scheik Muhammad ibn Abdul Wahhab sagte über Muhiddin Ibn Arabi:
Ihr Scheikh ist einer, der Scheikh Abdul Gani genannt wird. Diese Person ist bekannt geworden, indem  er  der Din des Ibn Arabi, über den die Ulama gesagt haben, dass er ein größerer Kafir als der Pharao ist, gefolgt ist. Der Schafii Gelehrte Ibn ul Muqri hat gesagt: 'Wer am Kufr der Gemeinschaft von Ibn Arabi zweifelt wird selber Kafir.'
(Muhammad bin Abdul Wahhab, Rasail usch Schahsiyya, 11. Brief)


Muhammad bin Abdul Wahhab sagte:
Um zu den Worten der Schafiis zu kommen; derjenige, der das Buch Rawda schrieb (rahimahullah) sagte: 'Wer Zweifel am Kufr der Gemeinschaft von Ibn Arabi hegt ist selber Kafir.'
(Muhammad bin Abdul Wahhab, Mufidul mustafid)


Imam Muhammad ibn Abdul Wahhab sagte:
Wir machen kein Takfir über Muslime. Wir machen sowieso auf niemanden Takfir ausser auf die Muschrikin. Wie die Ahlu Ilim berichtet haben, zaehlt Ibn Arabi zu den Imamen der Ittihadiyya und ist ein grösserer Kafir als du Juden und die Christen.  (Muhammad ibn Abdul Wahhab, Rasail usch Schahsiyya, 28. Brief)




Beispiele zu Takfir bei Ibn Taymiyya

Ibn Taymiyya sagte:
'Zusammengefasst; wer etwas, was Kufr ist sagt oder macht, wird dadurch Kafir, auch wenn er dies nicht so gemeint hat. Denn ausser denjenigen, von denen es Allah (swt) so will, beabsichtigt niemand Kufr (zu begehen).' (As-Sarim'ul-Maslul)


Ibn Taymiyya sagte:
'Zweifellos, Allah (swt) zu verspotten oder Seinen Gesandten (sas) zu verspottet ist zahir (aeusserlich) und batin (innerlich) Kufr. Es spielt keine Rolle, ob der Spotter glaubt, dass dies was er macht haram ist, oder ob er glaubt, dass dies halal ist oder ob es seines Glaubens nach Spass ist. Dies ist die Mazhab, der Weg, der Fuqaha (Rechtsgelehrten) der Ahlu Sunna und der anderen Gelehrten, die sagen, dass Iman Wort und Tat ist.' 
(As-Sarim'ul-Maslul, 451)


Ibn Taymiyya sagte:
Die Fuqaha aus Kufa und andere haben mit die feste Meinung gebildet, dass diejenigen, die die Sahaba (ra) verspotten getötet werden müssen und ausserdem haben sie gesagt, dass die Rafidhi (die Schiiten) Kafir sind.
Muhammad b. Yusuf al-Faryani wurde über denjenigen, der Abu Bakr (ra) beschimpft befragt:

Er antwortete: Er ist Kafir.
Es wurde gesagt: Kann man sein (Dschanaza)-Gebet verrichten?
Er antwortete: Nein.
Es wurde weiter gefragt: Aber er sagt doch 'La ilaha illallah'; wie kann man ihn so behandeln?
Er sagte: Berührt ihn nicht mit euren Haenden; stosst ihn mit Stöcken, solange bis er ins Loch (Grab) faellt.


Ahmad b. Yunus *sagte:
Wenn ein Jude und ein Rafidhi (Schiite) jeder ein Schaf schlachtet, werde ich von dem Geschlachteten des Juden essen, aber von dem Geschlachteten des Rafidhi werde ich nicht essen. Denn er ist vom Islam ausgetreten, ein Murtad geworden.** *Er war einer der Lehrer von Imam Ahmad ibn Hanbal.



**Hierzu muss folgendes gesagt werden: Die Schiiten sind mit absoluter Sicherheit keine Murtad; denn sie waren nie im Islam um vom Islam abtrünnig werden zu können. Das was der Gelehrte hier bezweckt, ist die Behandlung. Diejenigen, die sich dem Islam zuschreiben, aber in Wahrheit keine Muslime sind, sind wie Murtad zu behandeln. Also sie müssen getötet werden; ihr Geschlachtetes ist haram; ihre Frauen dürfen nicht geheiratet werden; die Muslimischen Frauen dürfen nicht mit ihnen verheiratet werden; usw.
Dies ist gleichzeitig ein starker Beweis gegen die Leute, die behaupten, dass diejenigen, die sich dem Islam zuschreiben, aber in Wirklichkeit Kuffar sind wie Ahlu Kitab zu behandeln sind, da sie ja an ein Buch glauben.



Abu Bakr b. Hani sagte:
Das Geschlachtete der Rafidhi und Qadari kann man nicht essen. Wie man weiss, darf das Geschlachtete der Ahlu Kitab gegessen werden, aber das Geschlachtete der Murtad nicht. Diese Menschen müssen behandelt werden wie Murtad. Die Ahlu Zimma bestaetigen ihre Religionen. Aus diesem Grund wird von ihnen Dschizya genommen.



Der Imam aus Kufa Abdullah b. Idris sagte:
Die Rafidhi haben kein Recht auf Schufa, dies gilt nur für die Muslime.


Imam Ibn Taymiyya sagte:
Es ist im Buch (Quran), in der Sunna und im Konsens (Idschma) verankert, dass gegen denjenigen, der sich ausserhalb der islamischen Scharia befindet Krieg geführt wird, selbst wenn er die beiden Bezeugungen sagt.
Ibn Taymiyya sagte:
Dies ist, was alle Muslime wissen und worüber sich alle Gelehrten einig sind: Wer es als erlaubt ansieht einer anderen Religion als dem Islam zu folgen, oder einer andren Scharia als der Scharia Muhammads (sas) zu folgen, der ist Kafir. Der Kufr eines solchen ist wie der Kufr von jemanden, der an einen Teil des Buches glaubt und einen Teil verleugnet. Nachdem Imam Ibn Taymiyya über Wahdat-i Wuschut und über die Ahlu Wahdat aufgeklaert hatte sagte er:
'Die Kufr, die bei ihnen vorhanden sind gibt es weder bei den Juden, noch bei den Christen noch bei den arabischen Muschrikin. (Götzendiener der Dschahiliyya.)' (Iman, Ibn Taymiyya)



Beispiele zu Takfir bei den Sahaba (ra)

Abdullah b. Hamid berichtet, dass Huzayfa (ra) sagte: Fürchtet euch davor Juden und Christen zu werden ohne dass ihr es merkt. Diejenigen, die ihm (ra) zuhörten sagten: 'Wir verstanden, dass er sich damit auf diesen Ayat bezog. O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Awliya (Freunden, Beschützern). Sie sind einander Awliya (Freunde, Beschützer). Und wer sie von euch zu Awliya (Freunde, Beschützern) nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.  (Maida 5/51)



Beispiele zu Takfir bei Imam Schanqiti

Wer jemanden, der Gesetze erlaesst, die im Widerspruch zu den Gesetzen Allahs (swt) stehen gehorcht, der hat zweifellos denjenigen, dem er gehorcht zum Partner neben Allah (swt) genommen.

So wie Allah (swt) in diesem Ayat sagt:

ebenso haben ihre Teilhaber vielen der Götzenanbeter das Töten ihrer Kinder als wohlgefällig erscheinen lassen, damit sie sie verderben und ihren Glauben verwirren können. (Anam 6/137) 
(Imam Schanqiti, Adwaul Bayan)

Imam Schanqiti sagte über diesen Ayat:
Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen. (Isra 17/9)
Jemand, der einer anderen Din und einer anderen Scharia, als der Din und der Scharia, die der. Gesandte Allahs (sas) gebracht hat folgt, hat einen offenen Kufr begangen, der aus dem Volk des Islam heraus befördert. Dieses Urteil ist eines der Urteile des Quran, die zum wirklich Richtigen leiten.  (Adwa ul Bayan 3/439)

Imam Schanqiti sagte in seinem Tafsir folgendes:
Die Kuffar kamen zum Gesandten Allahs (sas) und sagten: 'Wenn ein Schaf von selber stirbt, wer hat es dann getötet?'  Der Gesandte Allahs (sas) antwortete ihnen: 'Allah hat es getötet.'

Daraufhin sagten die Muschrikin: 'Ihr sagt über das, was ihr mit euren eigenen Haenden schlachtet halal, aber warum betrachtet ihr das, was durch die heilige Hand Allahs geschlachtet wurde als haram? Seid ihr denn besser als Allah?'  Darauf sandte Allah (swt) diesen Ayat herab:  Und gewiß werden die Satane ihren Freunden eingeben, mit euch zu streiten. Und wenn ihr ihnen  gehorcht, so werdet ihr Götzendiener sein. (Anam 6/121)

Allah (swt) sagt in diesem Ayat, dass diejenigen, die in der Frage, ob totes Fleisch halal ist dem Schaytan folgen Muschrik sind. Dieser Schirk ist nach der Übereinstimmung der gesamten islamischen Umma ein Schirk, welcher as dem Volk des Islam heraus befördert und Allah (swt) wird diejenigen, die die diese Art des Schirks begehen am Tage des Jüngsten Gerichtes so tadeln: Habe Ich euch, ihr Kinder Adams, nicht geboten, nicht Satan zu dienen - denn er ist euer offenkundiger Feind. (Ya Sin 36/60)   (Imam Schanqiti, Adwa ul Bayan)

Imam Schanqiti sagte an einer anderen Stelle:
Hast du nicht jene gesehen, die behaupteten, an das zu glauben, was zu dir und was vor dir herabgesandt worden ist? Sie wollen nun aber eine rechtswirksame Entscheidung beim Tagut suchen, wo ihnen doch befohlen worden ist, nicht daran zu glauben; und Satan will sie weit verwirren lassen. (Nisa 4/60)

Diejenigen, die sich nicht an die Scharia halten, die nicht nach der Scharia leben, die die Scharia nicht anwenden und 
sich dennoch als Muslime bezeichnen, deren Lage ist erstaunlich.

Allah (swt) sagt:
Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat - das sind die Kafirun. (Maida 5/44)
Und Allah (swt) sagt in einem anderen Ayat:
Soll ich denn einen anderen Richter suchen als Allah - und Er ist es, Der euch das Buch klar gemacht und herabgesandt hat? Und jene, denen Wir das Buch gegeben haben, wissen, daß es von deinem Herrn mit der Wahrheit herabgesandt wurde, deshalb solltest du nicht unter den Bestreitern sein.  (Anam 6/114)

Wer jemanden, der Gesetze erlaesst, die im Widerspruch zu den Gesetzen Allahs (swt) stehen gehorcht, der hat zweifellos denjenigen, dem er gehorcht zum Partner neben Allah (swt) genommen.

So wie Allah (swt) in diesem Ayat sagt:
Und ebenso haben ihre Teilhaber vielen der Götzenanbeter das Töten ihrer Kinder als wohlgefällig erscheinen lassen, damit sie sie verderben und ihren Glauben verwirren können. (Anam 6/137)

Allah (swt) bezeichnet in diesem Ayat diejenigen, denen die Muschrikun im Bezug auf das Töten der Kinder folgen als Teilhaber. Aehnlich dem sagt Allah (swt) in einem anderen Ayat: Oder haben sie etwa Partner, die ihnen eine Din (Glaubenslehre) vorgeschrieben haben, die Allah nicht verordnet hat? (Schura 42/21)

Allah (swt) bezeichnet in diesem Ayat diejenigen, die ein Urteil über Dinge in der Din machen, für die Allah (swt) keine Erlaubnis gegeben hat als Partner. Das Wort, welches der Schaytan am Tag des Jüngsten Gerichtes zu denen, die in dieser Welt den Schaytan angebetet haben und ihn Allah (swt) zur Seite gestellt haben sagen wird, macht diese Lage noch klarer.  An jenem Tag wird Schaytan sagen: Ich habe es schon von mir gewiesen, daß ihr mich Allah zur Seite stelltet. (Ibrahim 14/22)

Schaytan rief sie nur dazu auf ihm zu gehorchen, damit sie Allah (swt) Teilhaber zur Seite stellen. Sie sind seinem Ruf gefolgt und haben ihm gehorcht. Sie gesellten somit Allah (swt) Partner zur Seite.
Allah (swt) sagt im Quran, dass Schaytan sagen wird:

Und ich hatte keine Macht über euch, außer euch zu rufen; und ihr gehorchtet mir. (Ibrahim 14/22)
Wie in diesem Ayat offen zu sehen ist, wurde der Schaytan dadurch Allah (swt) zur Seite gesellt, indem dem Schaytan im Punkt der Gesetzgebung, der Taschri gehorcht wurde.  (Adwa ul Bayan; Imam Schanqiti)

Wer nun an den Tagut nicht glaubt (den Tagut ablehnt), an Allah aber glaubt, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. (Baqara 2/256)

Imam Schanqiti sagte über diesen Ayat:
Aus diesem Ayat ist zu verstehen, wer den Tagut nicht ablehnt, wer keinen Kufr am Tagut betreibt, der hat nicht den sichersten Halt ergriffen. Und wer den sichersten Halt nicht ergriffen hat, der hat die Hölle verdient und wird mit denjenigen zusammen sein, die vernichtet werden. (Adwa ul Bayan)



Beispiele zu Takfir bei Abu Hanifa
Imam Abu Hanifa sagte:
Wer auch immer sagt: 'Ich weiss nicht, ob mein Herr über den Himmeln oder auf der Erde ist', der ist Kafir geworden. Genauso ist derjenige, der sagt:' Er über dem Thron ist, jedoch ich weiß nicht, ob der Thron über den Himmeln oder auf der Erde ist.' Kafir geworden. (al-Fiqhu'l-Akbar, 46; al-Asma wa's-sifat, 426)


Imam Abu Hanifa sagte:
Wer Allah (swt) beschreibt, wie er die Diener beschreibt, ist (wird) Kafir. (al-Aqidatu't-Tahawiyya, 25)




Beispiele zu Takfir bei Imam Sanani

Imam as-Sanani sagte über die heutigen Muschrikin:
Wenn du fragst: Werden diejenigen, die bezüglich der Gräber und Heiligen zu weit gehen zu Muschrikin, wie jene, die die Götzen anbeten? Dann antworte ich dir folgendes: Ja, sie werden wie sie zu Muschrikin. Denn sie haben das gleiche getan wie sie. Sie sind sogar hinsichtlich des Glaubens, der Unterwerfung und Dienerschaft noch weiter gegangen. Aus diesem Grund gibt es zwischen ihnen und den Götzendienern keinen Unterschied. 
(Tathiru’l Itikad An Adran al-Ilhad, S. 22)



Beispiele zu Takfir bei Ibn Kathir
Allah (swt) sagt:  „Dies ist die richtige Religion. Doch die meisten Menschen wissen es nicht.“ (Yusuf 12/40)
Ibn Kathir sagte zu dem obengenannten Vers:
„D.h. Die meisten Menschen sind aufgrund ihrer Unwissenheit Muschrikin.“ (Tafsir Ibn Kathir)



Beispiele zu Takfir bei Ibn Hazm

Nachdem Ibn Hazm den Vers Hudschurat 49/2 zitierte, sagte er:
„Dieser Quranvers spricht die Gläubigen an und zeigt ihnen eindeutig, dass ihre Taten verloren gehen, falls sie allein ihre Stimmen über die Stimme des Propheten (sas) erheben, ohne ihn dabei zu verleugnen. Denn hätten diese Leute geleugnet, dann würden sie dies unbedingt merken. Doch Allah (swt) sagt in diesem Vers „Ohne dass ihr es merkt…“ Dies zeigt jedoch, dass einige Handlungen Kufr-Handlungen sind, die den Iman vollständig zerstören und einige Handlungen keine Kufr-Handlungen sind, und den Iman nicht zerstören.“
(Al-Fasl Band:3, S. 220)



Beispiele zu Takfir bei Imam Schawkani

Imam Schawkani sagte:
„Begeht man einen Fehler bezüglich der Kenntnis von Allah und Seines Gesandten, d.h. einen Fehler im Tawhid und in Angelegenheiten der Rechtsprechung, so gibt es hier nur eine einzige Wahrheit. Wer dementsprechend handelt, hat entsprechend der Wahrheit gehandelt und wer dabei Fehler begeht ist ein Kafir geworden.“ (Irschadu’l Fuhul, Kapitel: Idschtihad)



Beispiele zu Takfir bei Sayyid Qutb

Wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat - das sind fürwahr die Unglaeubigen. (Maida 5/44)
Dies ist eine absolute Aussage, an der nichts zu rütteln ist. Der Satzbau, der Zusammenhang und das einleitende Wort 'men' (wer, oder wer auch immer), zeigen, dass dies eine allgemeine Aussage ist. In diesem Vers ist nichts Verhülltes oder nichts unverstaendlich; auch ist das Urteil, bzw. die Aussage dieses Verses weder auf eine Zeit noch auf einen Platz begrenzt. Jeder, welcher Generation und welcher Nation er auch immer angehört, der nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, wird in dieses allgemeine Urteil dieses Verses einbezogen.
Denn jeder, der nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, der leugnet Allahs Gottheit und lehnt diese ab. Denn zur Göttlichkeit gehört das Vorrecht der richterlichen Gesetzgebung. Er lehnt somit zum einen Allahs Göttlichkeit und Rechte ab, und zum anderen schreibt er diese sich selbst zu. Wenn nicht dieses, was soll dann sonst Kufr (Unglaube) sein? Über dieses absolute Urteil Demagogie zu betreiben ist in Wirklichkeit nichts anderes, als vor der Wahrheit zu flüchten.

Der Versuch, einen Vers mit solch klarem Urteil zu erlaeutern oder auszulegen ist in Wahrheit nichts anderes, als der Versuch, diesen Vers zu aendern. Aber alle Demagogie und Erlaeuterung bzw. Auslegungsversuche dieses Verses, aendern das Urteil dieses Verses nicht.
Wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat - das sind fürwahr die Unglaeubigen.
(Sayyid Qutb - Fi Zilal'il Qur'an)




Beispiele zu Takfir bei Qadi Iyad

Der Autor von Schifa (Qadi Iyad)schrieb:

Hier gibt es folgendes:

'Wir urteilen über jeden, der behauptet, dass sich die Umma auf dem Irrweg befindet, oder der Takfir über die Ashab (ra) spricht, oder der ein Wort, welches zum Takfir über die Ashab (ra) führt mit Kufr. (Wir sprechen Takfir über sie.)' Auch der Autor von Ar Rawda hat dieses Wort im Ridda-Kapitel (Abtrünnigen-Kapitel) berichtet und hat es bestaetigt.   (Fath'ul-Bari, Bab'ur-Ridda, 12/295-313)


Qadi Iyad sagte:
'Dies ist über die Qadariyya, die über Allah (swt) behaupteten, dass Er (swt) kein Ilm besitzt. Wer dies sagt ist zweifel los Kafir.' (Nawawi Scharh, 1/150; *Muslim l/lll)

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